Das Danaergeschenk (1978)

Erscheinungsjahr: 1978

Bläschke Verlag

Dieses Buch ist ein Experiment dadurch, daß hier sehr persönliche, scheinbar durchwegs ich-bezogene Texte eines relativ wenig bekannten Autors veröffentlicht werden.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen Autor zu fördern: durch gezieltes Management, durch journalistisches Hinaufloben, durch Einsatz audio-visueller Medien.

Wir wagen diese Möglichkeit, weil sie unmittelbar von der Faszination des WOrts, weil sie vom Text – und von der erbarmungslosen Selbstdarstellung ausgeht und getragen wird.

Darüber hinaus sind wir der Meinung, daß dieses “analytische Buch” – analytisch im Sinne des permanenten Versuchs, dem dichterischen Prozeß nachzuspüren – ein “notwendiges Buch” ist – ein Buch, das nicht nur, aber vor allem dem schöpferisch engagierten Menschen unserer Zeit zu größerem Verständnis der eigenen Position verhelfen könnte.

Wer die Texte dieses “Danaergeschenks” liest, wird im übrigen immer wieder feststellen, daß der Autor zu entscheidenden Stellen entweder hinter dem Ich zurückbleibt und ins Allgemeingültige vorstößt – oder, in Hervorkehrung des Ichs, die letzte Verantwortung übernimmt und sich mit der “Schuld” kommuniziert.

Es handelt sich also auf weite Strecken um ein “verfremdetes Ich”, das vielfach stellvertretend für die Allgemeinheit steht – für jene Allgemeinheit, die noch zur Reflexion und zur Kommunikation fähig ist und sich im Autor wiedererkennt: an ewig gleichen Grundsituationen und Archetypen – letztlich jedoch in der Frage und in der Suche nach G o t t, die eigentliches, im Grunde genommen einziges und immer neu versuchtes Anliegen des Autors ist.

Der Turmbund

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